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Porzellan

Porzellan ist auch unter dem Namen weißes Gold bekannt geworden. Das hat natürlich vor allem damit zu tun, dass dieses wertvolle Gut in den Anfängen nicht jedermann zugänglich war. Heute findet man es in fast jedem Haushalt wieder, allerdings auch in unterschiedlicher Qualität und Verwendungsform. Schließlich findet man Porzellan nicht nur in der gebräuchlichsten Verwendung als Geschirr oder in Kunststücken wieder. Man macht sich die besonderen Eigenschaften auch in der Elektrik zu nutzen. Hier werden meist Isolatoren aus Porzellan verwendet und auch in den Sicherungskästen der meisten Haushalte kamen Sicherungen zum Einsatz, deren Hauptbestandteil aus Porzellan bestand.

Chinesische Kunst erobert Europa

Bereits im Jahre 620 wurde das weiße Gold in China entwickelt und als Geschirr verwendet. In Europa wurde dieses filigrane Material erst durch Marco Polo bekannt, der das weiße Gold von seiner Reise nach Asien wieder mi nach Venedig brachte. Aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Gehäuse der Kaurischnecke dachten die Italiener, dass die Chinesen dieses edle Material eben aus dieser Schale gefertigt haben. Es sollten noch sehr viele Jahre (ca. 400) vergehen, bis das Herstellungsverfahren in Europa endlich bekannt wurde. Erst die Herren Böttger und von Tschirnhaus haben das Geheimnis um die Herstellung von Porzellan lüften können. Das geschah im Jahre 1708. Hieraus entstand die wohl berühmteste Porzellanmanufaktur, die es sogar zu Weltruhm brachte – die Meissner Porzellanmanufaktur.

Vom wertvollen Prunkstück zu einem billigen Massenprodukt

Auch in Europa galten die Produkte aus dem wertvollen und edlen weißen Material als ein Privileg der gehobenen Gesellschaft. Erst Mitte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dies durch Massenproduktionen im Fernen Osten und anderen Billig-Lohn-Gebieten für jedermann erschwinglich. Das war allerdings auch gleichbedeutend mit dem Untergang vieler renommierter Porzellanhersteller hierzulande. Allerdings gilt auch heute immer noch, wer etwas Besonderes aus Porzellan haben möchte, der wird sich nicht mit diesen Billigprodukten abgeben. Da muss es dann doch eher etwas sein mit den gekreuzten Schwertern als Erkennungszeichen – eben Meissner Porzellan.

20.7.11 09:15

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